Kunstbalkon e.V.

Forum für bildende Künstlerinnen und Künstler, um ihre Arbeiten vorzustellen und zu reflektieren

Arbeitsplattform zur Konzeptentwicklung von Ausstellungen

Raum für Austauschprojekte zwischen Kassel und der Welt

Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist der Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern im In- und Ausland. Wir laden ein zum Ausstellen in Kassel und reisen zum Ausstellen in die Städte und Regionen der am Ausstellen beteiligten Künstlerinnen und Künstler.

In den vergangenen Jahren kooperierten wir mit Gästen aus Ashkaga (Japan), Berlin, Braunschweig, Bonn, Ceský Krumlov/Tschechien, Florenz, Genua, Stuttgart, Tokio, Wien u.a. Innerhalb Kassels ist diese Ausstellungstätigkeit unser Beitrag zur Gestaltung des Kulturlebens der Stadt.

Die Ausstellungen und die Austauschprojekte werden von den bildenden Künstlerinnen und Künstlern des Kunstbalkon entwickelt. Unterstützt werden sie dabei von den Fördermitgliedern unseres Vereins.

Wenn Sie interessiert sind an unserer Arbeit, können Sie bei uns Fördermitglied werden. Sie erhalten dann einmal im Jahr ein „Kunst-Stückchen" und fortlaufende Informationen über unsere Arbeit.

Kontakt: info@kunstbalkon.de oder 0561 3165420,
0561 283501.

Kunstbalkon: Kunstproduktion und Kulturmanagement oder: Der Blick über den Tellerrand

„Kunstbalkon" – ein Balkon, auf dem Kunst ausgestellt wird oder ein künstlerisch gestalteter Balkon? Tatsächlich ist der Kunstbalkon ein Forum für bildende Künstlerinnen und Künstler zum Reflektieren eigener Arbeiten im Gespräch. Er ist eine Arbeitsplattform zur Konzeptentwicklung von Ausstellungen, und er ist ein Raum für Austauschprojekte zwischen Kassel und der Welt – mit einer Ausstellungsfläche von etwa 100 Quadratmetern in der Quiddestraße 3 in Kassel.

Der Name des gleichnamigen Vereins stammt von einem Raum im Kulturhaus Dock 4, der Balkon hieß. Hier traf sich eine Gruppe von Künstlerinnen mit wechselnden Mitgliedern ab 1994, um zu diskutieren und bald die erste Ausstellung zu organisieren. Ihre Wurzeln hat die Gruppe, in der sich Künstlerinnen und Künstler zusammen taten und aus der Abgeschiedenheit des Ateliers herausdrängten, in den 80er Jahren. 1996 ergab sich die Möglichkeit, in der Wilhelmshöher Allee 193A Räume zu beziehen. „Eigene Räume bespielen zu können, ist die Voraussetzung, um künstlerische Ideen langfristig umzusetzen", schreibt Hildegard Jaekel, Kunstbalkonierin der ersten Stunde, dazu.

Als Basis für die Arbeit übernimmt die Gruppe 1996 den seit Jahren brachliegenden „Verein zur Förderung junger Kunst e.V." und stellt die Kunsthistorikerin Doris Krininger als ABM-Kraft ein, um Ausstellungen zu konzipieren und zu organisieren.

Der bis dahin stark regional orientierte Verein lud 1997 zum ersten Mal Gäste aus dem In- und Ausland ein. Für einige Wochen lebten und arbeiteten sie in Kassel, richteten ihren künstlerisch-forschenden Blick auf die Stadt Kassel und das documenta-Geschehen (documenta 10, 1997). Präsentiert wurden die Ergebnisse in der Reihe „Souvenir, Souvenier" im Rahmen des Kulturprogramms „Kassel und Nordhessen im documenta-Jahr" 1997.

1998 zog der Verein in die Quiddestraße 3. Im selben Jahr erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt Kassel. Ein Jahr später wurde der Name „Kunstbalkon e.V." vom Amtsgericht bestätigt, der frühere Name entfiel.

Mittlerweile ist der ‚Kunstbalkon’ zu einer festen Adresse für bildende Kunst geworden.

2016 bezieht der Verein im Sickingen-Carrée seinen neuen Ausstellungsraum in der Sickingenstraße 7-9, 1. Etage. Am 19. Mai 2016 wird dort die 1. Ausstellung eröffnet.

„Der Kunstbalkon hat Gäste aus Deutschland (u.a. Thüringen, Berlin, Braunschweig, Bonn, Stuttgart) und Gäste aus dem Ausland (u.a. Italien, China, Japan, Österreich, Tschechien), die hier ihre Arbeiten zeigen. Im Gegenzug reisen Kunstbalkonier und Kunstbalkonierinnen in fremde Städte und Länder, um dort ihre Arbeiten zu zeigen", formuliert Sabine Stange.

Im Laufe seiner Geschichte kooperierte der Verein mit den Kuratorinnen Regina Bärthel (Wolfsburg), Susanne Jakubczyk (Kassel) und Dr.Gertrude Betz (Kassel) sowie dem Kurator Dr.Holger Birkholz (Dresden). Die Kuratorinnen und Kuratoren begleiten die Ausstellungs-Entwicklungen mit ihrem kenntnisreichen Blick, stehen für Reflexionen und Diskurse zur Verfügung und entwickeln Vermittlungsformen in dem Dreieck Kunstwerk, KünstlerIn, Publikum. Kunstbalkonierin Sabine Stange: „Wir verstehen uns als Teil der Kulturlandschaft Kassels und wollen diese Landschaft im Bereich der bildenden Kunst mitgestalten."